Verbesserte Fortbewegung "Seitenkriechgang"
(js) Für den Innenangriff gilt, wie für jede andere Tätigkeit im Brandeinsatz, folgende Faustformel:
"Wenn ich aufrecht stehend meine Füße nicht mehr sehen kann, muss ich auf die Knie". Die New Yorker Feuerwehr entwickelte eine verbesserte Fortbewegung: Den Seitenkriechgang. Dabei geht der FM in die Hocke, streckt ein Bein nach vorne aus und verlagert sein Gewicht auf das andere Bein, dreht sich dabei seitlich zur Fortbewegungsrichtung. Zur Fortbewegung entwickelt sich dann ein Intervall aus zwei Bewegungsabläufen und einer Beobachtungsphase. Dies hat mehrere Vorteile:
- Der FM kann die Rauchschicht über seinem Kopf permanent beobachten
- Mit dem ausgestreckten Bein kann der Nahbereich abgesucht werden
- Der Körperschwerpunkt liegt weit hinten, Abstürze werden vermieden
- Eine Hand bleibt frei
Schutz bei Durchzündung
Sollte sich im Innenangriff eine Durchzündung entwickeln so kann sich der Trupp (aus dem Seitenkriechgang heraus, linkes Bild) sofort auf den Rücken abrollen, sofern dieser "Reflex" ausreichend trainiert wurde.
Ist der Trupp gut trainiert kann er während dem Abrollvorgang das Hohlstrahlrohr einsetzen. Der hintere FA unterstützt dabei die Schlauchführung (rechtes Bild). Dieses Verfahren erfordert jedoch eine sehr gute, drillmäßige Aus- und Fortbildung.
Bildquelle: Martin Ruzicka

